Alberta 2015 (Deutsch)

Bei so vielen professionellen Guides und Büchern über die kanadischen Rocky Montains, war ich verunsichert darüber, was ich schreiben sollte über unsere Erlebnisse in diesem Sommer in Alberta. Wir könnten sicherlich ein ganzes Buch über die Schönheit jedes einzelnen Sees, Wasserfalls, Berges und die Fülle von Wildblumen schreiben. Kells und ich haben eine Galerie mit Fotos der beeindruckenden Sehenswürdigkeiten in den Nationalparks in Banff und Jasper online gestellt. In diesem Post wollen wir einige, für uns bedeutungsvolle, Highlights dieser Reise genauer beschreiben.

Banff National Park

Banff Gondola

Banff Gondola

Am ersten Tag in Banff wollten wir den Sulphur Montain Wanderweg bewältigen. Während die meisten Personen wohl die nur wenige Minuten dauernde Fahrt mit der Gondel wählen, nutzten wir die Gelegenheit den 5,5 km langen Pfad hinauf zu wandern. Der Weg führt von einem Parkplatz bei den „Banff Hot Springs“ 655 m hoch zu der „Cosmic Ray Station & Observatory“ auf 2,400m Höhe.

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Sulphur Montain

 

Wir nutzten unsere Verschnaufpausen für einige Photos und die Wanderung gab uns viel Motivation und Vorfreude, für  weitere Aktivitäten in der Natur. Seitdem wir aus Alberta zurück sind haben wir sechs weitere Wanderungen in drei verschiedenen Staaten unternommen. Für Kells war es eine Art einschneidendes Erlebnis, da sie zuvor niemals wirklich vom Wandern begeistert war.

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Into the Woods!

 

Nachdem wir über den „Trans-Canada Highway“ (Highway 1) von Canmore nach Lake Louis gefahren sind, wählten wir auf dem Rückweg den „Bow Valley Parkway“. Während der Highway 1 effizient und schnell ist (und auch landschaftlich sehr sehenswert), schlängelt sich „Bow Valley Parkway“ parallel dazu und hat atemberaubende Aussichten und einige wilde Tiere zu bieten. Manchmal ist es wertvoller sich etwas Zeit zu nehmen und die länger Route zu wählen. Vor allem mit einem Cabrio.

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Bow Valley Parkway

 

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Wir hielten bei „Lake Minnewanka“. Es war bereits kurz vor neun Uhr Abends und alle Bootstouren waren vorbei. Somit hatte wir den gesamten Strand am See für uns alleine. Naja, fast! Eine Herde von Rocky Montain Schafen gesellte sich zu uns und graste entlang des Ufers.

Wir stiegen auf eine kleine Anhöhe um die Aussicht auf den See zu genießen. Ich befestigte die Kamera an einem Baum, stellte den Selbstauslöser auf 10 Sekunden und setzte mich zu Kells um dieses Foto einzufangen. Kells war überrascht, dass die roten Stühle nicht nur in Ontario, sondern auch in Alberta typisch sind. Wir verbrachten einige Zeit in diesen Stühlen und bewunderten die eisige blaue Farbe des “Lake Minnewanka”.

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Lake Minnewanka

 

Egal wie viele Fotos du siehst vom von „Lake Moraine“ und „Valley of the Ten Peaks“, es ist nichts verglichen damit es, mit eigenen Augen zu sehen.

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Moraine Lake

 

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Moraine Lake

 

Das beste Essen im Banff Nationalpark: Wir haben es nicht erwartet, dass Alberta sehr vegetarierfreundlich ist, aber wir wurden genau vom Gegenteil überzeugt. Die Restaurants waren durchweg spitze und das Essen war köstlich. Es war einfach herrlich mit Blick auf die Berge eine Tasse Tee im “Communitea” in Canmore zu genießen oder einen Veggie-Burger im Observatorium auf “Sulphur Montain” zu mampfen.

Jasper National Park

Nachdem wir vollständig durchnässt wurden während einer Kanutour auf dem “Moraine Lake”, hatten wir bestes Wetter auf dem “Pyramid Lake”. Wir versuchten dort noch einmal eine Fahrt mit dem Kanu und genossen das gelassene Paddeln von der einen Seite des Sees zur anderen (Nein, du wirst keinen ganzen Tag mit nur Sonnenschein in Jasper haben. Es fing an wie aus Eimern zu regnen, 30 Minuten nachdem wir mit dem Kanu zurückgekehrt sind). Wir warteten den Regen ab und gingen im Anschluss zum “Particia Lake”, gleich nebenan.

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Pyramid Lake

 

Als einer der einzigen Seen, welcher nicht direkt aus einem Gletscher gespeist wird, es ist möglich in “Patricia Lake” zu schwimmen. Aber nur weil es möglich ist darin zu schwimmen, heißt nicht, dass man lange darin verweilen kann. Wir beide nahmen eine schnelle Erfrischung und schwammen eine KURZE Runde im See. Im Anschluss sonnten wir uns ein wenig, schauten nach einigen Fischen und trockneten unsere Kleidung. 

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Patricia Lake

 

In der Stadt Jasper selbst unternahmen wir ebenso eine kurze Wanderung von 3,5km, welche wir beide wohl nie wieder vergessen werden. Es sind rund 130 Höhenmeter vom Parkplatz zur Kuppel des Hügel “Old Fort Point”. Als wir auf dem Weg nach oben waren, um die Aussicht über das Tal um Jasper und dem “White River” zu genießen, sprachen wir viel über unsere Zukunft. Wir sprachen die meiste Zeit auf während unseres Urlaubs über unsere Zukunft. Es war das erste Mal, dass wir im Jahr 2015 eine gesamte Woche miteinander verbringen konnten. Wir hofften bald mehr über meine künftige Arbeit zu wissen und was als nächstes auf uns zu kommt und füllten alles Ungewisse mit Möglichkeiten die wir hofften. In der Nacht zuvor sprachen wir bei Veggieburgern und Salat bei der “Jasper Brewing Company” darüber, dass wir irgendwann heiraten würden. Auf dem Weg zum alten Fort dann, machten wir auf halber Strecke halt. Wir lagen uns in den Armen. Ich wollte es bei dem Gespräch vom Vorabend nicht belassen und fragte ob Kells sich wirklich sicher sei, diesen Schritt gemeinsam zu gehen. Kells erwiderte, dass sie in ihrem Leben noch nie von etwas so überzeugt war. Wir verweilten noch lange an dieser Stelle und in uns erwuchs das Bewusstsein, dass aus etwas was wir irgendwann tun würden, eine konkrete, nicht so ferne Tatsache wurde

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Old Fort Point

 

Wir wanderten weiter auf den Gipfel des Hügels und machten Photos von dem was für uns unvergesslich bleiben wird.

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Old Fort Point

 

Das beste Essen im Jasper National Park: Im Sommer findet jeden Mittwoch ein Bauernmarkt statt. Wir kauften süße Schwarzbeeren und mehr Honig als wir essen konnten. Die Salat-Wraps im “Evil Dave`s” sind fantastisch und das Bier bei der “Jasper Brewing Company” ist äußerst bekömmlich.

Wir werden gerne wieder nach Alberta und in die Nationalparks zurückkehren. Besonders da im “Maligne Canyon” ein gewaltiger Waldbrand herrschte und wir dadurch einen weiteren ganz besonderen Teil des Jasper Nationalparks verpassten.

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