November & Dezember Update (Deutsch)

Die letzten Monate sind so schnell verflogen und obwohl wir mehr Fotos vom letzten Jahr teilen wollen, dachten wir, es sei eine gute Idee einen Rückblick über die vergangenen Monate zu schreiben, in denen wir auf zwei Kontinenten leben.

Im November begann die Finanzplanung für das kommende Jahr in Kells Firma und ich war voll in meinem Projekt in Deutschland involviert. Während Kells 60-80 Stunden in der Woche im Büro rotierte, verbrachte ich eine Woche in Shenyang im Rahmen meiner Arbeit bei Heraeus. Zu der Zeit klang in Deutschland gerade der Herbst aus, und ich konnte das nordchinesische Kontinalklima bei -20° C genießen.

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Shenyang, China

In der Zwischenzeit, bei etwas moderateren Temperaturen, zelebrierte Kells Thanksgiving mit ihrer Familie und Nachbarn, und traf im Anschluss zwei ihrer Brautjungfern am späteren Abend.

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Annie, Chad (keine Brautjungfer), Jenny und Kells

 

Der restliche November und Dezember vergingen wie im Fluge. Kells war beschäftigt mit ihrer Arbeit und ihrem Studium, wobei sie das Semester erfolgreich mit einer Klausur im Dezember abschloss. Ich verbrachte den Dezember zwischen Hanau, Kleinostheim (bei Aschaffenburg) und Bitterfeld. An einem dieser Tage gelang es mir tatsächlich das Büro bei Tageslicht zu verlassen und ich konnte ein paar sehenswerte Flecken in Aschaffenburg entdecken.

Zwischen Schule und Job schaffte es Kells noch einige, strategisch wichtige Entscheidungen bezüglich der Hochzeit zu treffen. So kaufte sie gemeinsam mit ihrer Mutter ihr künftiges Brautkleid.

Am 21. Dezember dann, machte sich Kells auf den Weg über den großen Teich. Sie verließ die Arbeit früher, fuhr nach Charlotte und nahm das nächst beste Flugzeug nach Frankfurt.

Ein Jahr zuvor hatten wir unseren Trip nach Paris und Amsterdam an Weihnachten. Dieses Jahr beschlossen wir mehr Zeit im schönen Heimbach Weis zu verbringen, die Region gemeinsam zu erkunden und etwas mehr Zeit mit meiner Familie und Freunden zu haben. Ebenso hatten wir die Gelegenheit zusammen einige Dinge für unsere Hochzeit zu planen. So besuchten wir das Schloss Engers, wo unsere Feierlichkeiten stattfinden werden, und konnten deren Restaurant austesten. Zudem arrangierten wir einen Floristen und sprachen mit dem Konditor für einen besonderen Kuchen.

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Am Rhein beim Schloss Engers

 

Da Kells schon vor Heiligabend ankam, konnte sie auch ihre ersten Erfahrungen mit einem deutschen Weihnachtsmarkt machen (inklusive Glühwein und Kinderpunsch). Ebenso neu war die Erfahrung, kommend aus Nordamerika, dass das hektische vorweihnachtliche Leben fast vollständig zum Stillstand kommt während der Feiertage (Ladenöffnungszeiten ist ein Fremdwort in den USA). Wir entschieden uns, am zweiten Weihnachtstag los zu düsen und ein paar Tage in Belgien zur verbringen. Wir machten einen kurzen Stopp in der Altstadt von Brüssel und fuhren weiter zu unserem eigentlichen Ziel, Brügge!

Belgien ist kein Land der Kompromisse. Sie hatten Jahrhunderte um herauszufinden, worin sie wirklich gut sind und beschlossen sich auf 5 Dinge zu konzentrieren: gotische Architektur, Dinge mit Gold zu bemalen, Spitzendeckchen, Bier und Schokolade.

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Brüssel, Belgien

 

Anschließend beschlossen die Belgier köstliche Waffeln zu machen, um sicher zu stellen, dass niemand das Land unter 10.000 Kalorien verlässt.

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Brügge, Belgien

 

Nachdem wir einige Monate zuvor die schwarze Komödie „Brügge sehen… und sterben?“ sahen, beschlossen wir diesen zauberhaften Ort zu besuchen. Und alles was wir zuvor von diesem Ort gelesen oder gesehen haben, hatte nicht zu viel versprochen. Es ist sicherlich einer der schönsten Orte in Europa. Hinzu kommt, dass sich dieses phantastische Ambiente mit einer Vielzahl an hervorragenden (Stark-)Bieren und Schokolade genießen lässt. Nicht zu vergessen der Käse und das Nationalgericht: Pommes!

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Fondue bei Le Petit Patron

 

Nach ein paar Tagen in Belgien fuhren wir zurück nach Deutschland. Bevor es wieder nach Heimbach Weis ging, verbrachten wir noch eine Nacht in Köln. Köln ist bereits eine Art Tradition für Kells, wenn sie in Deutschland ist. Um Kells ein paar nostalgische Gefühle zu entlocken, entführte ich sie zunächst in das Restaurant Hotelux, einem sowjetischen Lokal. Kells studierte vor einigen Jahren ein Semester in St. Petersburg. Das Restaurant ist vollständig im Stile des Sowjetprunks eingerichtet, vorwiegend rot, mit goldenen Verzierungen und einigen Porträts von Lenin. Das Menü besteht größtenteils aus kleineren Portionen mit typisch russischen Gerichten aus allen Teilen des riesigen Reiches. Auch eine nicht zu kleine Auswahl an vegetarischen Optionen ist vorhanden. Besonders beeindruckend für mich war die viele Seiten umfassende Wodkakarte.

Nachdem russischen Abendessen gingen wir zu einem experimentellen Jazz-Konzert in der Kölner Philharmonie. Es war gleichermaßen eine erstaunliche und etwas verrückte Darbietung (gegen Ende lief es auf einen Wettbewerb zwischen den vier Musikern hinaus, in dem es wohl darum ging, wer die merkwürdigsten Geräusche erzeugen kann). Aber es war durch und durch unterhaltsam.

Mit dem herannahenden neuen Jahr, ging auch unsere gemeinsame Zeit in Deutschland, zumindest für den Moment, zu Ende. Wir machten uns auf in den Kurort Bad Bergzabern, um das neue Jahr feucht fröhlich mit einigen Freunden willkommen zu heißen.

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Frohes Neues!

 

In den Tagen vor Silvester hatten wir die Gelegenheit meine Oma zusammen zu besuchen. Sie erzählte Kells viel von Früher und wie das Leben in Deutschland im und nach dem Krieg war. Ebenso berichtete sie von ihrer Familiengeschichte und zeigte uns eine Sammlung von Hochzeitsringen, welche 3-4 Generationen die Vergangenheit zurückreichen. Der Älteste dieser Ringe ist von ca. 1860.

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Mit dem neuen Jahr kam ebenso der Abschied. Kells flog wieder zurück nach South Carolina. Wir versprachen uns sofort, dass wir jetzt das nächste Flugticket kaufen, zur Vorfreude auf unser Wiedersehen.

Auf Wiedersehen, Deutschland!

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