Prächtiges, riesenhaftes und bedauerliches Schmelzen: Glacier National Park

Ich nehme an, du hast dich nicht nur wegen der Bilder zu diesem Post geklickt, sondern auch aufgrund meiner weisen Worte zu diesem prächtigen Park.  Hier ist was ich gelernt habe:

  • Der Glacier Nationalpark ist riesig! Ich wusste, dass 24 Stunden nicht einmal ausreichen um einen Teil zu sehen, aber es war alle Zeit die ich aufbringen konnte.  Ich konzentrierte mich auf den Ostteil, viele Gletscherseen und die Sun-Road hinauf zum Logan Pass.´
  • Gehe am besten früh in der Saison dorthin, aber überprüfe zuvor, wie der Zustand ist (die Straße öffnet manchmal nicht vor mitte Juni und die Shuttles fahren nicht vor Juli). Zu der Zeit ist deutlich weniger los und einige Wanderwege sind noch immer von Eis bedeckt.
  • Besorge dir am Besten eine Bärenglocke, singe laut und klatsche in die Hände vor schlecht einsichtbaren Ecken, oder noch besser, nehme einen Freund/-in mit zur Wanderung.  Nach nur fünf Minuten Fahrt im Park sah ich einen Braunbären und wenige Augenblicke später drei weitere.  Ich habe keinen Grizzly Bären gesehen, aber ein Parkranger kam durch einen Angriff ums Leben, während ich im Park war, obwohl er ein Abwehrspray mit sich trug.
    Es befinden sich überall Schilder im Park, die darauf hinweisen, dass man sich in Grizzly-Revieren befindet und wo man sich in der Nahrungskette einzuordnen hat.
  • Das sollte erwähnt sein: gehe raus in die Natur so oft wie nur möglich. Und wandere möglichst viel.  Innherhalb von nur einer Meile kannst du Wildblumen bestaunen, Wasserfälle sehen, einen Regenwald erfahren, an alpinen Nadelhölzer vorbestreifen und dich auf einem Gletscher bewegen. Mikroklimatische Bedingungen sind überall und du brauchst nich weit zu schreiten um viele davon an der eigenen Haut zu spüren.  Wenn du die Einsamkeit an einem solchen Ort bevorzugst, gehe früh morgens.  Ich hatte den Wanderweg für mich alleine vor neun Uhr und auch bis halb elf erschienen mir lediglich drei weitere Personen. Und auch bis um elf war die Anzahl der Besucher moderat.  Aber gegen Mittag füllte es sich. Der Parkplatz war plötzlich gut gefüllt.  Zum Sonnenuntergang leerte sich der Park wieder. Viele Gäste gehen zum Abendessen zwischen sechs und neun Uhr abends. Somit hatte ich unzählige, wunderschöne Plätze für mich alleine. Jedoch sind auch Bären um diese Uhrzeit sehr aktiv. Also ist vorsicht geboten.
  • Du brauchst kein erfahrener Wanderer zu sein um in diesem Park unterwegs zu sein. Viele Pfade sind bloß eine Meile lang, zudem ist eine Vielzahl an Aussichtspunkte direkt mit dem Auto erreichbar, und machen es somit möglich, dass auch Personen mit Einschränkungen den Park bequem erfahren können.  Also, es gibt keine Ausrede diesen Park nicht zu besuchen!
  • Falls du Höhenangst hast und unter Schwindel leidest, ist die Sun-Road furcheinflösend, aber machbar.  Ich hab’s geschafft und ich habe schreckliche Höhenangst.
  • Das “Many Glacier Hotel” ist in einer Art Alpenstil gehalten, was ich nicht bemerkte als ein Mann in Lederhose mich anlächelte. Ich grüßte ihn mit “Servus” und einem freundlichen “Wie geht’s?”. Das Gesicht des Lederhosenmannes war gezeichnet von etwas Panik und Verwirrung.  In dem Moment bemerkte ich sein Namensschild, und dass er eine Art Dienstkleidung trug. Sein Name ist Chad, er kommt aus dem mittleren Westen und spricht kein einziges Wort deutsch.  MEIN FEHLER.

Ich kann es kaum erwarten zurückzukehren und mehr von diesem Park zu sehen.  Zusammen mit dem überwältigenden Anblick und der unglaublichen Schönheit, empfand ich eine tiefe Traurigkeit… Wenn nicht der Klimawandel stoppt, bzw. zurückgeht, werden die majestätischen Gletscher in den kommenden 15 Jahren vollständig verschwinden…

Ok, jetzt die Bilder:

The shuttles have changed very little over the past century.

I’ma stay in my car.

My accommodations for the night

I tried to stay awake long enough for stargazing, but sunset was 9:45 pm, and the skies were still slightly dusky at 11:30.

Who needs sleep. I set my alarm for 4:45, brewed myself a coffee, drove to St Mary’s Lake, and watched the sunrise.

Back to the lodge to pick up my pack.

My gorgeous view at breakfast

My cabin was so kitschy and cute. And comfortable.

Just one of my hikes in Grizzly Country. I sang them Beatles songs loudly and badly.

St. Mary’s Lake was like glass, and I had the view all to myself at 8 am

As a reward for washing it for the first time since New Orleans, my hair decided to style nicely.

Dear Mum, it’s a clip-in and not a real piercing. Don’t worry. I love you.

Wildflowers peeking out where the icefield had receeded at Logan Pass.

Around the time I realized what crampons and poles were for.

I hiked on an icefield!

Many Glacier Lake

I got in an actual glacier-fed lake and it was still warmer than Lake Huron

Huckleberry pie and ice cream at Two Medicine Diner.

The film on the lake is pollen. Yikes.

The hills are alive with the sound of music

I am still unclear why TLC advised against chasing waterfalls…

Until next time, Glacier!

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